Atomic Blonde

USA/DE, Regie: David Leitch, VÖ: 2017, FSK 16, Thriller/Action, 115 Minuten

© Universal Pictures International Germany GmbH
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Wir schreiben das Jahr 1989. Der Kalte Krieg erreicht seinen Höhepunkt. Berlin steht kurz vor dem Mauerfall. Es gibt eine Menge Proteste und Unruhen auf den Straßen.
Während dieser Zeit wird ein MI6-Agent ermordet. Das Problem: Er hatte eine Liste bei sich, die alle tätigen Agenten in Ost- und West-Berlin beinhaltet. Die Liste ist natürlich auch verschwunden.
Nun setzt das MI6 ihre Geheimwaffe Agentin Lorraine Broughton (Charlize Theron) ein, um die Liste in Berlin zu finden und zurückzuholen, damit die Identitäten nicht aufgedeckt werden.
Als Unterstützung und Verbündeten soll ihr Agent David Percival (James McAvoy) zur Seite stehen. Doch kann Lorraine ihm wirklich vertrauen?…

Irgendwie wirkt das ganze wie ein Klischee-Epos einer weiblichen Actionheldin.
Sie verprügelt die kräftigsten Männer in ihren höchsten High-Heels und kommt mit nur wenigen Schrammen davon. Irgendwann tappt die Heldin dann natürlich in eine Falle und fällt durch ihre leichte Naivität auf. Wie soll man es auch anders erwarten, lässt sie sich auch dadurch nicht unterkriegen und rächt sich (natürlich ausschließlich an Männern). Zusätzlich wird durch die Beziehung zu einer Frau, ein Feminismus-Gedanke verstärkt, der schon durch die übrige Inszenierung laut wird.
Die Charaktere erscheinen alle etwas geheimnisvoll und so richtig gewinnt keiner an Tiefgrund. Leider ist das etwas schade und somit sind auch die Dialoge keine Meisterwerke.
Die Handlung an sich hat mich also nicht vom Hocker gehauen.

Es ist aber deutlich sichtbar, dass der Film auf dem Graphic Novel „The Coldest City“ von Anthony Johnston basiert. Man hat stetig das Gefühl, dass man sich in einem Comic befindet.
Das hat mir gut gefallen. Unterstützend dazu kam ein stimmige Farbkorrektur, die eine kühle Atmosphäre vermittelte. Was auch wiederum eine Verbindung zur super „coolen“ Agentin Lorraine herstellte.

Auch die die musikalische Untermalung war spitze! Man nutzte deutsche Songs, was für mich wichtigen Bezug zur Handlung in Berlin darstellte. Denn durch den Zeitpunkt der Geschichte wird ein wichtiges historisches Ereignis angerissen, was dadurch an Bedeutung gewinnt. Die Titelauswahl machte Spaß und unterzeichnete die Actionszenen mit ein wenig Charme und Humor. Diese wurden übrigens auch mit tollen Sound-Effekten auf den Punkt gebracht.
Wo ich gerade bei den Actionszenen bin: Die sind natürlich der Knaller! Wie ich schon zuvor erwähnt habe, ist die Figur der Lorraine sicher etwas fraglich, aber es ist beeindruckend zu sehen, wie eine attraktive sowie zierliche Frau, die Männer reihenweise ausschaltet. Um ehrlich zu sein, macht es auch sicherlich ein wenig Spaß. Wer auf Action pur steht, ist hier auf jeden Fall super aufgehoben!

Ich vergebe dem Film 3 von 5 Punkten. Auch wenn mich die Handlung nicht wirklich beeindruckt hat, finde ich Charlize Therons schauspielerische Leistung sehr sehenswert. Sie hat wieder ein Mal bewiesen, dass sie das Zeug zu einer Action-Ikone hat. Für Fans von Action- oder Comic-Verfilmungen auf jeden Fall ein Must-See!

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