Auf den Spuren von Mr. Lockhart

Einer meiner diesjährigen Filmhighlights und -tipps ist der Psycho-Thriller „A Cure for Wellness“.

Regisseur Gore Verbinski (u. a. bekannt aus „Fluch der Karibik“) lässt den Zuschauer in atemberaubend schöne sowie schaurige Szenarien eintauchen. Dane DeHaan (u. a. gerade in „Valerian“ zu sehen) spielt als Mr. Lockhart die Hauptrolle und das meiner Meinung nach einfach großartig.

© Twentieth Century Fox of Germany GmbH
© Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Für diejenigen unter euch, die den Film noch nicht kennen, hier eine kurze Einleitung:
Mr. Lockhart ist gerade auf dem Weg ein hochrangiger Börsenmakler zu werden, als er mit einer Mission in ein Wellness-Hotel in der Schweiz geschickt wird. Er soll den CEO seines Unternehmens, Mr. Pembroke, der wie verschollen erscheint, zurück nach New York bringen.
Doch irgendetwas stimmt mit dieser Heilanstalt nicht, da ist sich Lockhart ganz sicher. Als er dann auf den Leiter des Instituts Dr. Volmer (Jason Isaacs) trifft, wird er selbst zum Patienten…

Heute geht es an dieser Stelle ausnahmsweise mal nicht um mein Urteil zum Film.

Die beeindruckende Heilanstalt setzt sich in Wirklichkeit aus zwei deutschen Bauwerken zusammen. Natürlich habe ich diese mal genauer für euch unter die Lupe genommen.

Eine davon ist die ehemalige Klinik in Beelitz-Heilstätten, in der Nähe von Berlin.

© Filmgeflüster
© Filmgeflüster
© Filmgeflüster
© Filmgeflüster
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Die Heilstätten in Beelitz stehen nun bereits seit 1992 leer.
Für die Innenaufnahmen und den Eingangsbereich der Heilanstalt unter der Leitung von Dr. Volmer, nutzte man die ehemaligen Gebäude des Beelitzer Krankenhauses. Auch der Innenhof wurde hierfür mit einbezogen.
Eigens für den Film wurden drei Gebäude denkmalgerecht (teil)saniert. Es wurden Fassaden ausgebessert und gestrichen, sowie Fenster ausgetauscht und Böden hergerichtet.

Auf den Bildern seht ihr Aufnahmen des, eigens für den Film hergerichteten, ehemaligen Badehauses, welches man sich dank einer speziellen Fototour ansehen kann.

Aber nicht nur für „A Cure for Wellness“ hielten die Gebäude der ehemaligen Heilstätte her. Auch Filme wie „Der Pianist“, „Men & Chicken“ oder „Operation Walküre“ wurden zum Teil dort gedreht.

Allen Filmfans lege ich diesen Ort unbedingt ans Herz. Ihr solltet euren Ausflug jedoch ein wenig planen. Leider kann man die Gebäude der ehemaligen Heilstätte nicht auf eigene Faust erkunden, aber es gibt spezielle Fototouren, die man jedoch einige Zeit im Voraus buchen muss. Des Weiteren gibt es auch Führungen an den Wochenenden durch verschiedene Gebäude, mit ein paar historischem Erläuterungen, was ich sehr interessant fand.
Neben dem riesigen Gebäudekomplex sollte man auch noch genug Zeit für den Baumkronenpfad inmitten des Komplexes einplanen, dieser ist wirklich ein Erlebnis.

Nun erwähnte ich bereits, dass zwei Bauwerke im Film zu sehen sind.
Das Zweite ist die Burg Hohenzollern, welche sich bei der schwäbischen Stadt Hechingen, weit im Süden Deutschlands befindet.
Bei dieser Burg handelt es sich um den Stammsitz des Hauses Hohenzollern. Es ist bereits der dritte Bau dieser Burg. Einige Teile wie die Kapelle stammen noch aus dem 15. Jahrhundert. Das heutige Erscheinungsbild der Burganlage wurde erst im 19. Jahrhundert fertiggestellt.

© Filmgeflüster
© Filmgeflüster
© Filmgeflüster
© Filmgeflüster
© Filmgeflüster
© Filmgeflüster

 

Zur Drehzeit im Juli 2015, war die Burg und die Zufahrtsstraße für Besucher komplett gesperrt.
Es galt höchste Geheimhaltung. Heute kann die Burg aber täglich, bis auf wenige Ausnahmen, besichtigt werden.
Für die Innenräume gibt es Führungen. Tickets kann man direkt vor Ort kaufen und müssen nicht zuvor reserviert werden.
Falls ihr euch entschließt einen Ausflug in Richtung Schwäbische Alb zu machen und die Burg Hohenzollern zu besichtigen, plant auch einen Abstecher zum Zeller Horn ein. Von dort aus hat man den besten Blick auf die Burg und deren Umgebung.

Vielleicht ist noch interessant zu wissen, dass bis auf einige Außenaufnahmen in New York und der Schweiz, alles in Deutschland gedreht wurde.
So hielt zum Beispiel die Freihafenelbbrücke in Hamburg für die anfänglichen New Yorker Großtadtszenen her. Einige Dorfszenen wurden unter anderen im ruhigen Schraplau, Sachsen-Anhalt, gedreht. Und das Wasserbecken welches man bereits im Trailer zu sehen bekommt, stammt aus dem Johannesbad in Zwickau. Für weitere Aufnahmen wurde zusätzlich das Studio Babelsberg genutzt.

Im Februar kam er in die Kinos, seit letzter Woche kann man ihn auch schon fürs Heimkino ergattern. Also los! – Holt euch die märchenhaften und für einige sicher heimischen Bilder direkt ins Wohnzimmer.

Falls ihr noch weitere Fragen zu den beiden Drehorten habt, schreibt mir gerne an maria@filmgefluester.de

Herzliche Grüße,

Maria von Filmgeflüster

1 Comment

  1. Liebe Maria,

    ich kenne den Film bereits und war schon beim Ansehen absolut erstaunt von der Kulisse und den großartigen Einstellungen.
    Dein Blick hinter die Kulissen beweist, dass Deutschland als Drehort absolut mit anderen Hotspots mithalten kann und viel Potential hat – landschaftlich und architektonisch.
    Es hat super viel Spaß gemacht deinen Beitrag zu lesen und deine Fotografien machen Lust auf mehr.
    Eine Besichtigung der Drehorte steht definitiv auf meiner To-Do-Liste ganz weit oben.

    Viele Grüße
    Marie

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