Bad Moms 2

USA, Regie: Scoot Moore, Jon Lucas, VÖ: 2017, FSK 12, Komödie, 104 Minuten, Originaltitel: A Bad Moms Christmas

© Tobis Film

Die drei Rabenmütter sind zurück. Mit Bad Moms 2 haben wir wieder einmal Einblick in das Leben einer Mutter. Aber eben nicht in das perfekte, durchgeplante Mutter-Dasein, sondern viel mehr in das „echte“ Leben.
Nun gut, echt ist im Film Bad Moms 2 natürlich nicht viel. Aber Echtsein will die Komödie auch nicht. Sie will lachende Zuschauer und das hat der Film geschafft.

Nachdem wir bereits im ersten Teil der Geschichte die drei Mütter Amy (Mila Kunis), Carla (Kathryn Hahn) und Kiki (Kristen Bell) kennengelernt haben, wissen wir, dass das Muttersein einen gern mal an den Rand des Wahnsinns treiben kann.

Doch als wäre der Alltag nicht schon Herausforderung genug, steht auch noch das Weihnachtsfest vor der Tür.
Und das bedeutet, dass die Familie, genauer gesagt auch die Mütter der Bad Moms zu Besuch sein werden. Sie könnten nicht unterschiedlicher sein:

  • Die Perfektionistin – die ihrer Tochter das Leben aufzwingt, welches sie gern lebt.
  • Die Rabenmutter – die ihrer Tochter eher ein Kind als eine Mutter ist.
  • Die Glucke, die am liebsten mit ihrer Tochter eins werden möchte.

Entgegen der Vorstellungen ihrer Mutter will Amy in diesem Jahr mit ihren Kindern jedoch ruhige und stressfreie Feiertage verbringen. Doch ihre Mutter (Christine Baranski) plant, ohne ihre Zustimmung, eine Weihnachtsparty, die ihresgleichen sucht. So verwandelt sie das Heim in ein Winterwonderland und treibt ihre Tochter in den Wahnsinn. Unterdessen wird Kiki von ihrer Mutter überwacht und Carla hofft, dass ihre Mutter nicht gleich wieder die Biege macht.
Ganz klar, da ist Stress vorprogrammiert!

Sie könnten nicht unterschiedlicher sein, die Mütter und ihre Mütter. Der Film hat keine richtig neue Botschaft. Wie zu erwarten, lernen Mütter und Töchter, dass es weitaus Wichtigeres gibt, als das perfekte Weihnachten. Familiärer Zusammenhalt mit einer gesunden Portion Abstand ist das, was ein harmonisches Zusammenleben ausmacht.

Und so erleben wir die Mütter in einem heillosen Durcheinander, mit viel Streit, Liebe und Versöhnung. Alles wie es zu Weihnachten sein soll, nicht wahr?

Ganz klar, die Damen sind ein tolles Trio. Die Witze sind teilweise weit unter der Gürtellinie, die Szenen urkomisch und übertrieben. Dennoch ist der Film ein lustiger Zeitvertreib, bei dem man viel lachen kann.
Und auch die Bad (Grand)Moms sind herrlich. In allen erkennen wir unsere Mütter wieder und wir werden sehen, ob das ältere Damentrio die Story weitererzählen darf.

Besonders gut hat mir Susan Surandon gefallen, die in ihrer Rolle als Mutter völlig verloren zu sein scheint. Auch der Soundtrack im Film hat überzeugt und macht die Slow-Mo-Szenen besonders einprägsam. Alle, die Teil eins nicht kennen, dürften keine Probleme haben in die Story einzusteigen.

Alles in allem ein gelungener Mädelsabend. Der Film bekommt 3 von 5 Sternen, weil die Weihnachtsstory bereits sehr angegraut ist und eine richtige Botschaft fehlt.

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