Begabt – Die Gleichung eines Lebens

USA, Regie: Marc Webb, VÖ:2017, FSK 6, Drama, 101 Minuten, Originaltitel: Gifted

© Twentieth Century Fox of Germany GmbH
© Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Nachdem seine Schwester Selbstmord begeht, liegt es in den Händen von Frank Adler (Chris Evans) die gemeinsame Tochter Mary (Mckenna Grace) aufzuziehen.
Frank lebt mit Mary in einfachen Verhältnissen zur Miete bei Roberta (Octavia Spencer) und hat keinen richtigen Job. Dennoch versucht er Marys Leben so normal wie möglich zu gestalten. Allerdings ist Mary alles andere als ein normales Mädchen. Ihre schulischen Fähigkeiten, besonders in der Mathematik sind bereits mit ihren sieben Jahren mehr als herausragend. Ihre Lehrerin (Jenny Slate) schätzt sie sogar als hochbegabt ein und möchte, dass sie speziell gefördert wird.
Frank will von all dem aber nichts wissen und möchte, dass Mary ein Leben wie jedes andere Kind führt – normale Schule, Freunde, Freizeit.
Als Franks Mutter Evelyn (Lindsay Duncan) von der Sache erfährt, möchte sie ebenfalls das Potenzial ihrer Enkelin fördern. Doch Frank stellt sich weiterhin dagegen und möchte, dass Mary ihr Leben als Kind genießen kann. Daraufhin folgt ein herber Sorgerechtsstreit vor Gericht zwischen den beiden.

Der Film behandelt also die Thematik, wie mit einem hochbegabten Kind umzugehen ist. Sollte man es fördern und dadurch riskieren, dass es sein ganzes Leben als Sonderling, ohne richtige Kindheit, verbringt oder sollte man die Begabung mehr oder weniger ignorieren und dem Kind eine ganz normale Kindheit ermöglichen?
Im Film werden beide Extrempositionen dargestellt und durch Frank und Evelyn vertreten, was meiner Meinung nach eher weniger realistisch, aber für den Film bzw. die Handlung notwendig ist.
Die Verhandlungen waren sehr emotional und gleichbleibend spannend.
Mckenna Grace als Mary spielt sehr glaubwürdig und überzeugend. Sie verleiht dem Film erst die Emotionen, die mich vollkommen vom Film überzeugt haben.
Auch wenn das Ende etwas vorhersehbar ist, wird man auf dem Weg dorthin mit der ein oder anderen Überraschung konfrontiert.
Im Endeffekt kann ich mit dem Ausgang der Geschichte sehr gut leben, ob es so nun realistisch ist oder nicht, sei an dieser Stelle dahingestellt. Fakt ist, dass man es sich so aber wohl in einer vergleichbaren realen Situation gewünscht hätte.

Die Darstellung der Mathematik in dem Film ist authentisch und nicht übertrieben. Man wird nicht permanent mit Gleichungen konfrontiert die man verstehen muss, es wird einem die jeweilige Schwierigkeit gut vermittelt. Man muss also kein Matheass sein, um der Handlung folgen zu können, doch auch für diese bietet der Film einige Anhaltspunkte über die man sich freuen kann.

Begabt ist ein tolles Drama, mit einer tollen jungen Schauspielerin. Aber Vorsicht – Während des Filmes wird sicherlich auch die eine oder andere Träne vergossen werden.

Meine Bewertung 4 von 5 Sternen.

4 Comments

  1. Ich hätte dem Film 5 Punkte gegeben, ich fand ihn großartig und werde ihn mir definitiv auf dvd holen, wenn er dann rauskommt 🙂

  2. Dein Kommentar zum Film macht Spaß zu lesen und neugierig darauf, den Film anzuschauen. Bin gespannt, wie ich den Film erlebe; werde dann ein kurzes Feedback geben

  3. Habe den Film inzwischen gesehen … Und es hat sich definitiv gelohnt! Wundervoll, emotional, positiv. Danke für deine Bewertung, die meinen Filmgeschmack (zumindest für diesen Film) voll getroffen hat. Von mir hätte es übrigens auch 5 Punkte gegeben 🙂

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