ES

USA, Regie: Andy Muschietti, FSK: 16, Horror, 135 Minuten, Originaltitel: It

© Warner Bros. GmbH

 

In der Kleinstadt Derry verschwinden Kinder spurlos und scheinbar niemand interessiert sich für den wahren Grund.

So trifft es auch den kleinen Georgie (Jackson Robert Scott). Doch sein Bruder Bill  (Jaeden Lieberher) will sich nicht mit der Ungewissheit abfinden, was ihm tatsächlich zugestoßen ist.
Zusammen sollte er mit seinen Freunden Richie (Finn Wolfhard), Eddie (Jack Dylan Grazer), Beverly (Sophia Lillis), Ben (Jeremy Ray Taylor), Stanley (Wyatt Oleff) und Mike (Chosen Jacobs) eigentlich die Sommerferien genießen.
Aber die Kinder erfahren immer wieder schauerliche Situationen mit ihren schlimmsten Albträumen.

Gemeinsam finden sie heraus, dass ein abscheuliches Wesen, namens Pennywise (Bill Skarsgård) es auf die Menschen in Derry abgesehen hat.
Können die Freunde ihre Ängste überwinden, um den kaltblütigen Clown zu stoppen?

Das Remake vom Horrorklassiker aus dem Jahr 1990 wurde bereits vor Filmstart heiß gehandelt. Nicht nur Fans des Horrorgenres und Ausnahmeautoren Stephen King sind schon Wochen vor Bekanntgabe des offiziellen Starts gespannt auf die Geschichten um den Horrorclown, der liebend gern kleine Kinder verspeist.
Die Kritiker hatten im Vorfeld wissen lassen, dass die Macher auf Witz setzen, was dem Film viel von seinem Gruselfaktor nimmt.

Pennywise ist zweifelsohne eine gruselige Figur und nach dem Film sollte er selbst Menschen ohne Coulrophobie (Clownphobie) das Fürchten gelehrt haben.
Musik und Inszenierung bereiten die Zuschauer darauf vor, dass es im nächsten Augenblick wieder zu einer Begegnung mit dem Horrorclown kommen wird. Auch wenn man so auf die Albtraumsequenz vorbereitet wird, sind die Szenen, meinem Empfinden nach, nicht weniger wirksam – gute Jumpscares gibt es dennoch.

Dass Ängste zur tödlichen Realität werden, wird für den ein oder anderen Zuschauer sicherlich zur Zerreißprobe. Aber diese wird tatsächlich durch den Einsatz der teils derben und auch sexistischen Witze entkräftet.
Neben den vielen Parallelen zum Film aus den 90igern, verzichten die Macher jedoch auf den Zeitsprung zwischen den Kinder-Ichs und den Erwachsenen-Ichs der Darsteller. Das liegt wohl auch daran, dass wir uns auf eine Fortsetzung mit dem Clown freuen dürfen.
Die Macher haben auf jeden Fall gut vorgelegt und wir dürfen gespannt sein, ob sie an den Erfolg des jetzigen Films anknüpfen können.

Bill Skarsgård als Gruselclown überzeugt auf ganzer Linie: seine Bewegungen, seine Gestik. Das alles wirkt nicht nur furchterregend, er ist es auch!
Der Jugendclique um die Jungschauspieler glaubt man, dass sie in allen Lebenslagen zusammenhalten und das Freundschaft wirklich das ist was zählt. So zeigt jedes der Kinder, dass es gegen seine Ängste bestehen kann – allen voran die junge Sophia Lillis, die ihrer Figur so viel Kraft gibt, gegen ihren persönlichen und wahr gewordenen Albtraum anzukämpfen.

Alles in allem ist ES 2017 ein gelungener Horrorfilm für Freunde des guten Geschmacks (auch wenn ich wieder viel gezittert habe 😉). Ich vergebe daher 4,5 Sterne.

2 Comments

  1. Endlich mal wieder ein toller Horrorfilm! Pennywise ist im Remake so viel besser gelungen als im Original, was natürlich auch der fortgeschritten Technik zu verdanken ist! Wirklich eine super coole Umsetzung und ich hoffe auf eine ebenso grandiose Fortsetzung!
    PS: Tolles Gewinnspiel auf Facebook!

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