Justice League

USA, Regie: Zack Snyder, VÖ: 2017, FSK 12, Action/Science-Fiction, 120 Minuten

© Warner Bros. GmbH

Bruce Wayne (Ben Affleck) alias Batman erkennt, dass die Menschheit nicht nur grausam ist. So war es Superman (Henry Cavill), der sich als Halbgott für die Menschheit opferte. Ein Verlust, den die Welt nicht verkraftet hat. Und so nutzt ein Widersacher die Instabilität der Gesellschaft aus.
Steppenwolf (Ciarán Hinds) und seine Paradämonen haben es aber nicht allein auf die Welt der Menschen, sondern auch auf die Bewohner von Atlantis und auf die Amazonen abgesehen.

Batman erkennt schnell, dass seine Fähigkeiten als Mensch nicht ausreichen, um Steppenwolf aufzuhalten. Und so begibt er sich auf die Suche nach Superhelden, um die Justice League ins Leben zu rufen.
Zusammen mit Diana Prince (Gal Gadot), besser bekannt als Wonder Woman, kann er Cyborg (Ray Fisher), The Flash (Ezra Miller) und Aquaman (Jason Momoa) für sein übernatürliches Team gewinnen.
Doch können die fünf Verbündeten den Kampf gegen den zerstörenden Steppenwolf gewinnen?

Das was wir hier zu sehen bekommen ist eine runde Sache. Die Geschichte um die Superhelden zeigt einen roten Faden. Dennoch bekommt jeder Kämpfer Raum für sich und seine Geschichte. Klar können Superhelden wie The Flash oder Aquaman nicht auf eine filmische Vorgeschichte, wie Wonder Woman, Batman oder Superman, zurückschauen. Auch in einem 120-minütigen Film ist nicht annähernd genügend Platz für eine umfassende Backstory. Aber das was hier im Film Justice League erzählt wurde, um die Neuen in der Arena kennenzulernen, hat mir gut gefallen.

DC muss dranbleiben. Denn Marvel hat bereits bewiesen, wie man die einzelnen Storys der Helden oder Universen zu einem großen Ganzen verstrippt. Nach den teils langwierigen und weniger berauschenden Heldengeschichten hat DC jetzt gezeigt, dass sie es doch können.

Da haben wir Aquaman. Er muss nach außen hin wahrscheinlich besonders männlich und herrisch erscheinen, um dem kontroversen Meerjungmann-Image zu entfliehen.
Cyborg zeigt, dass es schwierig ist sich mit sich selbst zu identifizieren, wenn nicht mehr viel vom alten Ich übrig ist.
Und The Flash beweist, dass nicht nur seine humoristische Seite den Weg in den Film geschafft hat. Aus sicherer Quelle weiß ich, dass Menschen nach einem Blitzschlag durchaus komische Züge annehmen, weshalb der Jung-Superheld, trotz der vielen witzigen Szenen, gut ins Team passt.

Die Amazone Diana. Sie ist und bleibt ein Bild von einer Frau: stark, verletzlich und fürsorglich. Sie ist irgendwie auch das Herz des Teams. Immer bedacht, dass niemand auf der Strecke bleibt.

Batman oder auch Bruce Wayne ist angekommen. Während er in seiner Vorgeschichte damit haderte, ob die Erde ein lebenswerter Ort ist, können wir nun sagen, dass er mit seinen neuen Freunden endlich den Rückhalt gefunden hat, der ihm mit dem Verlust seiner Mutter Martha (deren Name im Film leider nicht gefallen ist 😅) genommen wurde.

Einen Überraschungsgast gibt es auch, doch an dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten. Die eingefleischten Fans wissen sicher schon von wem ich spreche.

Wenn man die Figuren kennt, weiß man schnell das jeder von ihnen eine Eigenschaft mitbringt, um den Antihelden zu besiegen. Denn Steppenwolf ist ein Wiederholungstäter. Doch seht selbst, wie die DC-Helden in einer fantastischen Liga zusammenspielen. Schön ist auch, dass jeder von ihnen sein eigenes Intro und Theme bekommt – eine würdige Vorstellung für jeden Einzelnen.

Die Spezialeffekte, allen voran die Szenen in Slow-Motion sind super, die Kameraeinstellungen überzeugen ebenfalls. Aber haltet vor allem auch eure Ohren gespitzt, denn der Soundtrack hat mich bereits mit dem ersten Song überzeugt.
Besonders gut finde ich, dass auch Nicht-Kenner der Story gut folgen können. Einen weiteren Pluspunkt gebe ich für die knackigen 120 Minuten!

Ich gebe dem Film 5 von 5 Sternen und bin immer noch überrascht, wie gut dieser Film war.

2 Comments

  1. Oh, das klingt ja so, als müsste ich wohl doch noch ins Kino gehen…
    Ich kann aber eigentlich noch nicht glauben, dass DC da wirklich mal was gutes gemacht hat…von Batman v Superman war ich damals stark enttäuscht…

    1. Lieber Christian,

      genau mit dieser Einstellung bin auch ich in diesen Film gegangen und musste mich eines besseren Belehren lassen. Sicher ist vieles überzogen, aber wir gucken immerhin Superhelden und göttlichen Geschöpfen dabei zu, wie sie die Welt, vor einem gehörnten Wahnsinnigen, retten.
      Ich glaube die Figur The Flash wird beim Publikum damit zu kämpfen haben, zu witzig zu sein. Aber so ist er eben gezeichnet und er lernt ja auch erst noch, sich mit seinem neue Image anzufreunden.

      Lass mich wissen, wie du den Film einschätzt, wenn du ihn gesehen hast.
      Liebe Grüße
      Anne

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