The Greatest Showman

USA, Regie: Michael Gracey, VÖ: 2017, FSK: 6, Musical/Drama, 105 Minuten

Greatest Showman : Bild
© Fox Deutschland

P. T. Barnum (Hugh Jackman) bekannt als der Begründer des amerikanischen Showbusiness nimmt uns mit in seine Welt.
Aus ärmlichen Verhältnissen kann sich der junge Amerikaner hocharbeiten und somit seine Liebe aus Kindheitstagen Charity (Michelle Williams) gewinnen. Gemeinsam ziehen sie in ein Appartement, dass einem Schuhkarton gleicht. Sie bekommen zwei Mädchen und leben glücklich, bis Barnum die Kündigung erhält.

Seit seiner Kindheit träumt er davon seine Träume Wirklichkeit werden zu lassen und so nimmt er einen Kredit auf, um ein Kuriositätenkabinett zu eröffnen. Doch scheinbar niemand interessiert sich für leblose Wachsfiguren und eingestaubt Tierkörper.
Deshalb versucht er die Massen mit echten Menschen, die seinerzeit als ungewöhnlich erschienen, in seine Show zu holen. Und so wächst ein Zirkus heran, der Bühne für alle Außergewöhnlichen ist – Für Akteure die kleiner, schwarz, weiblich mit Bart oder schwer wie ein Stein sind. Das Konzept geht auf, auch wenn sich in der Gesellschaft ein Pulk bildet, der mit der „Gleichheit aller“ nicht leben möchte.
Doch dann steigt P. T. Barnum der Größenwahn zu Kopf.

The Greatest Showman ist vordergründig ein wirklich mitreißender Musicalfilm der leichten Unterhaltung. Fans von Ohrwürmern und guter eingängiger Popmusik werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Auch die Tanzeinlagen und die Bilder reißen mit.

Doch leider fehlt dem Film Tiefgang. Tiefgang der Hauptfigur P. T. Barnum, der mit seiner Lebensgeschichte weit mehr zu bieten hat, als den größenwahnsinnigen Schausteller.
Was auf den ersten Blick wirkt als würde man für alle Menschen, egal welcher Herkunft, egal welchen Geschlechts oder welcher Andersartigkeit auch immer, eine Bühne schaffen, um Gleichberechtigung zu erzielen, enttäuscht.
Denn obwohl man glauben möchte, dass P. T. Barnum hinter seinem Ensemble steht, ist er es, der sie vorführt, um Geld zu verdienen. Doch wenn es Ernst wird, dann möchte er zur breiten Masse gehören, die sich dem Wohlstand und der Ausgrenzung anderer Menschen verschrieben hat.

Immer wenn die Musik ertönt, dann zeigt der Cast was er drauf hat. Doch die Szenen, die uns eigentlich die Geschichte hinter dem Ganzen erzählen soll, ist fast ausschließlich auf die Liebesgeschichte von Barnum und seiner Frau fokussiert.

Alles in allem hat mir der Film gut gefallen. Ich mochte die Tanzeinlagen und die Gesangsdarbietungen. Ich gebe aber zu, dass ich keine tiefgreifende Story erwartet habe und mir klar war, dass hier die breite Zuschauermasse angesprochen werden soll. Vermutlich wollten die Macher des Films auch genau das.

Ich gebe dem Film2 von 5 Sternen, aufgrund seines doch sehr geringen Inhalts.

 

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