The Limehouse Golem

GB, Regie: Juan Carlos Medina, VÖ 2017, FSK: 16, Thriller / Horror, 110 Minuten

The Limehouse Golem mit Bill Nighy und Daniel Mays
© Concorde Filmverleih GmbH

Limehouse, 1880. Der Londoner Stadtteil wird von einem blutrünstigem Mörder heimgesucht.

Die Morde sind mit lateinischen Hinweisen versehen und in ihrer Brutalität kaum zu übertreffen. So glauben die Bürger, dass nur eine mystische Gestalt, nämlich „der Limehouse Golem“, für diese Taten verantwortlich sein kann. Sodann wird Inspektor John Kildare (Bill Nighy) beauftragt den Golem zu finden und die Sicherheit für die Bürger der Stadt wiederherzustellen.Gleichzeitig erleben Theater und das Schauspiel viel Zuspruch. Die Bürger erfreuen sich an den grotesken Aufführungen und entfliehen für kurze Zeit der Realität.
Und so führen die Ermittlungen zu Dan Leno, dem Betreiber eines Varietés und der Schauspielerin Elizabeth Cree (Olivia Cooke). Selbige wird zudem des Giftmordes an ihrem Mann bezichtigt. Beide Gräueltaten scheinen wie Puzzlestücke zusammenzuhängen, doch Inspektor Kildare hat noch mehr Verdächtige im Visir…

Die Inszenierung, Aufmachung und das Color Grading, mit dem gezielten Einsatz von düsteren Farben machen den Film sehr ansehnlich. Technisch spielt der Thriller mit guten Elementen des Horros auf hohem Niveau. Man glaubt tatsächlich, dass man sich im London des 19. Jahrhunderts befindet.
Die Verknüpfung des Schauspiels im Varieté und die „künstlerische“ Anmutung der Tötungsdelikte sind gut gelungen und befeuern die Mystik um den Golem. Den Machern gelingt es jedoch nicht ganz die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen zu lassen.
Bill Nighy überzeugt als Ermittler der Serienmorde auf ganzer Linie und Olivia Crooke macht in ihrer Rolle als Theaterschauspielerin ebenfalls eine gute Figur. Die Erzählweise von The Limehouse Golem sticht hingehen nicht besonders heraus – anfangs etwas lahm und am Ende sorgt der Film nicht für den Überraschungsmoment, den man sich gewünscht hätte.

Alles in allem ist The Limehouse Golem eine Empfehlung für Freunde des düsteren Geschmacks und von Filmen wie Sweey Todd oder Sleepy Hollow. Für den gruslig verrückten und myteriösen Thriller-Horror-Mix vergebe ich 2 von 5 Sternen.

4 Comments

  1. Ich finde den Film gut. Die Schauplätze sehen schaurig aus und ihr habt recht, dass man das Gefühl hat mitten im alten London zu sein.
    Aber manche Szenen sind ganz schön blutig, da muss man starke Nerven haben.

    Bis bald Renate

  2. Hallo Euer Blog ist toll, hier kann man sich vorab über neue Filme informieren. Er regt an, mal wieder ins Kino zu gehen und nicht auf der Couch zu versauern. Da ich solche Grussel-Horror- Filme und auch London mag, werde ich mir diesen Film ansehen.

    Es grüßt Uwe

  3. Ich persönlich fand den Film toll. Diese fantastische Mischung aus düsterer Stimmung, Theaterkomödie und stilechtem Krimi. Aber auch ich hätte den Film als FSK 18 angesetzt.

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