Traumjob Produzent?!

Hallo liebe Filmfans,

wir sind stolz euch ein paar Einblicke hinter die Kulissen der Filmbranche zu ermöglichen und haben heute für euch ein Interview mit dem Produzenten des Films „Einsamkeit & Sex & Mitleid“ vorbereitet. Werner Barg hat eine eigene Produktionsfirma und hat uns Rede und Antwort gestanden. In unserem Interview verrät er uns wie ein Leben als Filmproduzent aussieht.
Sein neuester Kinofilm mit dem einprägsamen Titel, erschien kürzlich auf DVD und wir durften zusammen mit dem X-Verleih zwei Fanpakete an euch verlosen.

Und nun wollen wir euch nicht länger auf die Folter spannen.

Wie bist du zur Filmbranche gekommen?

Ich hab‘ als Medienpädagoge gearbeitet und dann eine eigene Filmproduktionsfirma, die „Vulkan-Film“ in Hamburg gemacht. Da habe ich Kurz- und Dokumentarfilme als Autor/Regisseur und Produzent gedreht. So fing das an in den 1980er Jahren.

Wie wird man Filmproduzent? (allgemein)

Heute meistens über ein entsprechendes Studium an einer der Filmhochschulen in Deutschland. Ich komme noch aus der Generation der Autodidakten.

Was macht ein Filmproduzent überhaupt?

Letztlich ist er der Verantwortliche für den ganzen Film. Er kümmert sich um die Finanzierung, die Stoffentwicklung zusammen mit Autor und Regisseur und sitzt am Ende mit Cutter und Regisseur im Schneidetisch und nimmt den Film ab. Rein rechtlich ist der Film schließlich sein Produkt, das er weltweit weitervertreiben kann. Faktisch geschieht dies meist in Abstimmung mit dem Regisseur, der die kreative Oberleitung des Projekts hat.

Welche Etappen gibt es bei der Filmproduktion? (von der Idee zum fertigen Film)

Ideen- und Stofffindung, Rechteerwerb, Stoffentwicklung mit Autor und Regisseur, Finanzierung, Dreh, Postproduktion, Verleih, Kino, DVD- und Streamingauswertung.

Was wäre das Schlimmste was bei einer Filmproduktion passieren kann?

Wenn es zu einem Todesfall kommt. Das ist mir in einer Produktion in einer Frühphase passiert. Da verstarb der hochtalentierte junge Regisseur am Ende der Treatmentphase überraschend an Krebs. Das war in jeder Hinsicht ein schreckliches Erlebnis.

Was macht einen guten Kinofilm aus?

Spannende Figuren, glaubwürdige Settings, überraschende Handlung.

„Einsamkeit und Sex und Mitleid“ ist ein Film …

… über Einsamkeit und Sex und Mitleid.

Gute Schauspieler gewinnt man mit …

… sehr guten Drehbüchern, in denen glaubwürdige Figuren zu den Schauspielern sprechen: „Spiel mich!“

Die größte Herausforderung am Set war

Mit wenig Budget 55 Motive und 33 Sprechrollen so über die Bühne zu bringen, dass am Ende ein ungewöhnlicher deutscher Film dabei herausgekommen ist.

Und zum Abschluss: Der beste Film aller Zeiten ist …

… unmöglich zu sagen … es gibt so viele.

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